Projekt genehmigt: Automation und Prozessoptimierung der Astaxanthin-Produktion

Astaxanthin ist ein antioxidativer Wirkstoff, den die Mikroalge Haematococcus pluvialis in natürlicher Umgebung bildet, wenn sie unter Stress ist, das heißt, wenn sich Nährstoff-, Licht- oder Luftverhältnisse ändern. Bei der industriellen Aufzucht für medizinische Zwecke ist eine kontinuierliche und effektive Wirkstoffbildung jedoch bislang nicht möglich. Deshalb will das Projekt Pro-ASTAX die automatisierte Realisierung optimaler Wachstumsbedingungen erforschen – und zwar mit einem selbstlernenden digitalen Zwilling des Prozesses. Dieser Zwilling steuert die systematische Änderung der Einflussfaktoren und monitort die damit verbundenen Auswirkungen.
Astaxanthin hat die Eigenschaft, krebsfördernde Moleküle zu neutralisieren und könnte somit in der Krebstherapie eingesetzt werden. Ziel des Projektes ist es, die entsprechende Algenzucht grundlegend zu optimieren.

Koordinator des Projektes ist Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Meurer, Lehrstuhl für Regelungstechnik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Technische Fakultät. Verbundpartner ist die Sea & Sun Technology GmbH. Das Projekt läuft von November 2022 bis Oktober 2025.