Ca4ProstateCA – Früherkennung von Metastasen des Prostatakrebs

Prostatakrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland – trotz Früherkennungsprogrammen sterben jährlich etwa 15.000 Patienten daran. Ein zentrales Problem: Aggressive Tumoren werden oft zu spät erkannt, während gering gefährliche Formen unnötig intensiv behandelt werden.

Mit dem Projekt Ca4ProstateCA startet ein vielversprechender Ansatz zur Früherkennung  von Knochenmetastasen beim Prostatakrebs – der häufigste Grund für die Todesfolge der dieser Tumorerkrankung.

Die Projektpartner entwickeln dazu ein neuartiges Testverfahren, das frühzeitig erkennen soll, ob sich Prostatakrebs auf die Knochen ausbreitet – noch bevor dies in bildgebenden Verfahren wie Szintigrafie oder MRT sichtbar wird. Grundlage ist ein innovatives Messverfahren vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das geringste Veränderungen in den Calcium- und Kupferisotopen-Verhältnissen des Blutes hochpräzise erfasst. Das Verfahren für das Calcium wird bereits erfolgreich zur Diagnose von Osteoporose eingesetzt.

Im Projekt werden Blutproben von Patienten – sowohl aus der Vergangenheit als auch laufend – analysiert. Die Messwerte werden mit weiteren spezifischen Faktoren wie die Messung von Laborparametern von Begleiterkrankungen und die Medikamenteneinnahme abgeglichen. Am Ende soll ein Demonstrator für einen zertifizierungsfähigen Diagnosetest entstehen, der eine genauere, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Risikoeinschätzung ermöglicht.

Das Projekt Ca4ProstateCA wird im Zeitraum vom 1. April 2026 bis zum 30. September 2028 durchgeführt und über das BlueHealthTech-Bündnis gefördert. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Burkhard Brandt vom Institut für Klinische Chemie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

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