Mit dem Projekt AstaMakula startet ein vielversprechender Ansatz zur Prophylaxe der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) – der häufigsten Ursache für Erblindung im Alter. Ziel ist es, den Proof of Concept für die Wirksamkeit von Astaxanthin aus regional produzierten Mikroalgen zu erbringen und zugleich die Produktion des Naturstoffs zu optimieren.
Das Astaxanthin wird über ein innovatives Herstellungsverfahren aus Mikroalgen gewonnen und liegt bereits als Pilotpräparat für Nahrungsergänzungsmittel im Handel vor. Im Projekt werden die Prozesse der Wirkstoffgewinnung weiterentwickelt, chemisch und biologisch validiert und in arzneibuch-konforme Qualitätskontrollen überführt. Die präklinische Wirksamkeit wird im Zebrafisch-Modell untersucht – als Grundlage für eine spätere Weiterentwicklung.
Astaxanthin gilt aufgrund seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und zellschützenden Eigenschaften als aussichtsreicher Kandidat für eine frühe AMD-Intervention. Im Gegensatz zu Therapien, die ins Auge injiziert werden müssen und ohnehin nur für die Therapie der AMD-Spätform zugelassen sind, kann Astaxanthin oral verabreicht werden und direkt im Auge wirken, da es die Blut-Retina Schranke überwindet.
Das Projekt AstaMakula wird im Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis zum 30. Juni 2027 und über BlueHealthTech mit 195.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Susanne Alban vom Pharmazeutischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Team verantwortet und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Präventionsansätze gegen die altersabhängige Makuladegeneration leistet.
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