Projekt MURDOCK – Digitale Entscheidungen für eine bessere Knochenheilung

Die Beurteilung der Knochenheilung nach Frakturen basiert bislang häufig auf der visuellen Auswertung von Röntgenbildern durch Medizinerinnen und Mediziner, die subjektiv und abhängig von der individuellen Erfahrung ist. Dadurch werden verzögerte oder gestörte Heilungsverläufe oft erst spät erkannt. Das Projekt MURDOCK entwickelt deshalb neue digitale Werkzeuge, um die Knochenheilung früher und datenbasierter bewerten zu können.

Im Zentrum des Projekts steht die Kombination aus KI-gestützter Röntgenbildanalyse und biochemischen Markern. Mithilfe von Algorithmen werden Röntgenaufnahmen ausgewertet, um den Heilungszustand von Frakturen quantitativ zu erfassen und den weiteren Verlauf vorherzusagen. Ergänzend liefern Calcium‑Isotopen‑Messungen aus Blut- und Urinproben präzise Informationen über die Erneuerung und den Abbau von Knochengewebe.

Durch die Zusammenführung dieser unterschiedlichen Daten entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der Ärztinnen und Ärzte bei Therapieentscheidungen unterstützt und eine frühzeitige Identifikation von Risikopatientinnen und -patienten ermöglicht.

Der Name MURDOCK steht für „Monitoring und Voraussage der Knochenheilung durch Biomarker und KI-Analyse“.

Das Projekt ist am 1. Mai 2026 gestartet und wird bis zum 31. Oktober 2028 von BlueHealthTech gefördert. Das Projekt wird von der Stryker Trauma GmbH koordiniert und gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig‑Holstein, dem Fraunhofer IMTE, der Hugo Rost & Co. GmbH sowie osteolabs als Unterauftragnehmer für die Calcium-Isotopen Messungen umgesetzt.

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