KardioMarin – marine Wirkstoffe gegen Herzerkrankungen

Mit dem Projekt KardioMarin startet ein vielversprechender Ansatz zur Identifizierung neuer mariner Wirkstoffe gegen die krankhafte Vergrößerung von Herzmuskelzellen. Ziel des Projekts ist es, natürliche Substanzen aus marinen Organismen zu finden, die diese schädliche Veränderung im Körper bremsen oder sogar ganz verhindern können. Langfristig sollen dadurch neue Behandlungsmöglichkeiten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen.
Um passende Wirkstoffe zu entdecken, arbeitet KardioMarin mit einem neu entwickelten Testsystem, das auf menschlichen Herzmuskelzellen basiert. Ein spezieller biologischer „Frühwarn Marker“ zeigt schnell an, ob eine getestete Substanz positiv auf die Zellen wirkt. Zusätzlich werden die Zellen untersucht, um Veränderungen in Größe und Struktur genau zu erfassen.
So können aus einer großen Zahl von marinen Substanzen gezielt die vielversprechendsten Kandidaten ausgewählt werden. Anschließend wird der beste Wirkstoff in ausreichender Menge hergestellt und in bewährten Tiermodellen weiter getestet, um seine Wirksamkeit gegen die krankhafte Vergrößerung des Herzmuskels zu überprüfen.
Das Projekt KardioMarin wird im Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2028 durchgeführt und über das BlueHealthTech‑Bündnis gefördert.
Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Oliver Müller (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Innere Medizin V). Er führt das Vorhaben gemeinsam mit den beteiligten Partnern aus den Bereichen Pharmazie und marine Naturstoffchemie durch.

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