Projekt gestartet: Quantitativer Nachweis von oxidativem Stress bei chronischen Stoffwechselerkrankungen

Oxidativer Stress im menschlichen Körper führt zu Schäden an Zellen und DNA. Es wird vermutet, dass dieser Prozess wesentlich zur Entstehung und dem Verlauf chronischer Krankheiten beiträgt. Derzeitige Diagnoseverfahren für oxidativen Stress sind allerdings nur bedingt aussagekräftig.
Eine neue Methode will das Projekt IsoOx mittels Metall-Isotopen entwickeln. Diese Methode wird in den Meereswissenschaften bereits häufig angewendet, um redox-sensitive Prozesse zu quantifizieren. Die Idee ist, Abweichungen von einem „normalen“ Zink- und Eisen-Isotopen-Profil zu ermitteln, um Veränderungen bei Patient:innen mit beginnenden Stoffwechselstörungen und Krebspatient:innen in der Strahlentherapie zu beobachten, die einen erhöhten oxidativen Stress aufweisen.
Somit soll eine standardisierte Methode zur Früherkennung von oxidativem Stress etabliert werden, die es ermöglicht Risikopatient:innen frühzeitig zu behandeln und damit die Erfolgschancen zu erhöhen. Des Weiteren kann das Verfahren zur Kontrolle des Therapieverlaufs und -erfolgs eingesetzt werden.
Die Projektleitung hat Dr. Christopher Siebert, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Projektpartner ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Das Projekt läuft bis April 2026.
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